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DEFA - Stiftung - Bibliothek

Bibliothek

740 Bibliothek


Agenda

Die Zentrale Filmbibliothek geht aus der DEFA-Bibliothek hervor und ist die wissenschaftliche Fachbibliothek des Film- und Lichtspielwesens.

Die Zentrale Filmbibliothek verfügt über einen unikalen Bestand deutscher und internationaler Fachliteratur zu Film, Fernsehen, Medien- und Kommunikationswissenschaft mit ununterbrochener Bestandsergänzung seit 1937.

Neben der Zentralen Filmbibliothek existieren Fachbibliotheken in anderen Einrichtungen des Film- und Lichtspielwesens.


Struktur

741  DEFA-Bibliothek
742  Bibliothek des Clubs der Theater- und Filmschaffenden „Die Möwe“
743  Zentrale Filmbibliothek
749  Hochschulbibliothek der HFF Potsdam-Babelsberg


Legende

Entstehungsgeschichte Die Zentrale Filmbibliothek (ZFB) erwächst aus der Bibliothek der Ufa-Lehrschau (auch: Ufa-Bibliothek), deren im letzten Kriegsjahr ausgelagerte, wieder aufgefundene und zurückgeführte Teile zum Grundbestand der DEFA-Bibliothek werden. Als Bestandteil des konfiszierten Ufa-Filmateliers Babelsberg wird sie der > Linsa übergeben (1949-1950). Mit Übergabe der Filmateliers in deutsche Hand geht die Ufa-Bibliothek in die Verfügung der DEFA-Hauptverwaltung über (1950) und wird nach der Reorganisation des Filmwesens vom > Staatlichen Filmkomitee (SFK) treuhänderisch verwaltet wird (1953). Dubletten und neu erworbene Titel gehen in den Bestand der Werk(Betriebs)bücherei des VEB DEFA-Studios für Spielfilme ein. Mit der Bildung des > Clubs der Filmschaffenden (1953) und der Auflage zur Bildung einer Filmbibliothek wird die DEFA-Bibliothek dem Club zur Nutzung übergeben und in die Theaterbibliothek des Klubs der Theater- und Filmschaffenden „Die Möwe“ eingestellt. Durch Vertrag zwischen Club der Filmschaffenden, > Gewerkschaft Kunst und > Ministerium für Kultur wird der Bestand Film dieser Bibliothek der Deutschen Zentralstelle für Filmforschung (DZF)  als Kern einer zentralen Filmbibliothek übergeben (1961).

Status Die ZFB ist als wissenschaftliche Leitbibliothek für den Fachbereich Film in das Bibliothekssystem der DDR (1968; 1972) eingebunden. Der Name Zentrale Filmbibliothek (ZFB) ist juristisch nicht festgeschrieben, wird aber trotz wechselnder Unterstellungsverhältnisse durchgehend verwendet.

Struktur Die Zentrale Filmbibliothek ist untergeordnete Einrichtung wissenschaftlicher Institutionen bzw. größerer struktureller Einheiten (> DZF, > IFW, > HFF). Sammlungskonzeption und Leitstellenfunktion verleihen ihr relative Selbständigkeit.

Produktion Die Sammlungstätigkeit auf dem Gebiet deutscher und internationaler Fachliteratur zu Film, Fernsehen, Medien- und Kommunikationswissenschaft und die nahezu ununterbrochener Bestandsergänzung (seit 1937) machen die ZFB zu einer unikalen Spezialbibliothek. Zählte der Bestand zunächst 3.130 Bände (1946), erweiterte er sich auf 9.366 Bände, 2.494 Zeitschriftenbände, 201 lfd. Zeitschriften, 20.460 Einzelmaterialien in Sondersammlungen (1967) bzw. 17.772 Bände und 5.621 Zeitschriften-Bände (1981). Darüber hinaus obliegen der ZFB internationaler  Schriftentausch und Verwaltung der Kontingentmittel für Filmliteratur.

Neben der Zentralen Filmbibliothek existieren Fachbibliotheken mit z.T. seltenen bzw. speziellen Beständen im Staatlichen Filmarchiv (Bereich Sammlungen), in der Hochschule für Film und Fernsehen (Hochschulbibliothek, HBB), im DEFA-Studio für Spielfilme (Bibliothek für wissenschaftlich-technische Literatur), im DEFA-Studio für Trickfilme sowie in der DEFA Zentralstelle für Filmtechnik.

Nach 1990 Nach Kündigung des langjährigen Standortes (1991) erhält die Bibliothek Zwischenquartier im Ministerium für Kultur, bevor sie an die > Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) nach Potsdam-Babelsberg geholt und dort mit der > Hochschulbibliothek (HBB) und der Pressedokumentation zur Bibliothek der HFF zusammengelegt und um die Sammlung von AV-Medien der HFF (Mediathek) erweitert wird (1993).

Pressedokumentation (1990) geht auf das Zeitungsausschnittarchiv (1960) zurück, das in der DZF gebildet und von der Abt. Information/Dokumentation des IFW bzw. der HFF weitergeführt wird. Sie verfügt über anderthalb Millionen Artikel aus der deutschsprachigen Tagespresse zu Film, Fernsehen, Neue Medien (1996). Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet die DEFA-Produktion (Sammlungsbeginn 1946), die eine halbe Million Artikel umfasst.


Quellen

Bestände

  • BArch  Ministerium für Kultur (DR 1)
  • Institut für Filmwissenschaft (DR 1)
  •   DEFA (DR 117)
  •   Staatliches Filmarchiv (DR 140)
  • SAPMO-BArch  SED (DY 30)
  • HFF, Bibliotheksarchiv 

Rechtsvorschriften

  • AO vom 13. Juni 1963 über die Erteilung von Sondergenehmigungen zum Empfang von Literatur aus Westdeutschland, Westberlin und dem kapitalistischen Ausland (GBl. II S. 414)
  • VO vom 31. Mai 1968 über die Aufgaben des Bibliothekssystems bei der Gestaltung des entwickelten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus in der D.D.R. (GBl II S. 565)
  • RL vom 4. November 1970 über die Zusammenarbeit des Zentralinstituts für Bibliothekswesen und der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliotheken der Bezirke bzw. der Stadt- und Bezirksbibliotheken auf dem Gebiet der Information und Dokumentation im Bibliothekssystem. – Bereich staatliche allgemeine öffentliche Bibliotheken - (VMMfK Nr. 12/70, Teil I, lfd. Nr. 24)
  • Siebente DB vom 5. Januar 1972 zur Bibliotheksverordnung – Aufgaben und Arbeitsweise Zentraler Fachbibliotheken – (GBl. II S. 26)
  • Anw. vom 5. Januar 1972 über das Rahmenstatut für die Zentralen Fachbibliotheken (VMMfK 2/1972 Teil I lfd. Nr. 5)

Verträge

  • Vereinbarung über gegenseitige Zusammenarbeit und Unterstützung zwischen dem Filmmuseum der DDR und der ZFB, 1982 (HFF, Bibliotheksarchiv)

Berichte

  • Film-Aktiv, Vorschläge ..., Punkt 5, 31.12.1945 (BArch, DR 2/8254)
  • Rückführung der Ufa-Bibliothek, 1946 (BArch, DR 117/v.S 6; v.S 482/1; vgl. auch: SAPMO-BArch, DY 30/IV 2/9.06/214)
  • Jahresbericht der Bibliothek, Januar 1947 (SAPMO-BArch, DY 30/IV 2/9.06/202)
  • Rückforderung der ehemaligen Ufa-Bibliothek durch die Linsa, 1949 (BArch, DR 117/v.S 438a)
  • Rundfrage zur Ermittlung von Bibliotheksbeständen, 1953 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Tätigkeitsbericht der Fachbibliothek, 1953 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Treuhänderische Verwaltung der Bibliothek der ehemaligen DEFA-Hauptverwaltung durch das SFK ab 1.1.53, DEFA-Vorstand, 8.12.1952 (BArch, DR 117/21727)
  • Inventarlisten der DEFA-Bibliothek bis zur Auflösung, 1950-1956, MfK/HV Film (BArch, DR 1/4931)
  • Einrichtung der Club-Bibliothek: Bestand, Arbeitsaufgaben, Jahresbilanz, 1956 (BArch, DR 1/4052)
  • Übergabeprotokoll der Bibliothekskommission, Aktennotiz, 3.5.1961 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Lisa Klaube, Bericht über den Stand beim Aufbau der Bibliothek der DZF, 20.5.1962 (BArch, DR 140/A 109)
  • Probleme bei der Beschaffung von Kontingent-Literatur (BArch, DR 1/4298)
  • Protokoll über die erste Bestellkonferenz der ZFB und der HBB,1965 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Analyse der Bibliothekssituation in der DDR: Zentrale Filmbibliothek, 23.10.1967 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Sammelkonzeption, ZFB, 31.10.1968 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Analyse der Wirksamkeit der Bibliothek der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR für Lehre, Forschung und kulturelles Leben, HFF, Sektion Forschung, 3.1.1974 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Bilanzanalyse, ZFB 1982 (HFF, Bibliotheksarchiv)
  • Tauschbeziehungen NSW/SW, Dir. IDP, Festlegungsprotokoll, 1982 (HFF, Bibliotheksarchiv)


Literatur

  • Lichtenstein, Manfred: Die Ufa-Lehrschau, in: Babelsberg. Ein Filmstudio 1912-1992. Hrsg. von Wolfgang Jacobsen, Berlin 1992
  • Lehmann, Kirsten: „... das finden wir heraus!“ Für Lydia Wiehring von Wendrin zum 30jährigen Dienstjubiläum als Bibliothekarin an der HFF „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, F&F 3+4/1998